Gastsolist A-Band 2026
Stéphane Bertin (CH)

Stéphane Bertin, geboren 1995, begann im Alter von 7 Jahren am Konservatorium des Kantons Wallis bei Raul Esmerode und Didier Métrailler mit dem Schlagzeugspiel. In einem Umfeld, das stark von der Kultur der Harmonie- und Brass Band-Musik geprägt war, trat er schon früh verschiedenen Bands und Symphonieorchestern bei. Während dieser Zeit gewann er mehrere nationale Auszeichnungen als Solist und Kammermusiker, darunter bei den Schweizer Meisterschaften für Schlagzeug, beim Wettbewerb «Prix Musique» und beim «Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb».
Nach dem Erwerb eines Diploms in Schlagzeug mit Auszeichnung entschied sich Stéphane 2015 für ein Studium der Pharmazie an der Universität Genf. Nach seinem Abschluss als Apotheker im Jahr 2020 wurde er im selben Jahr zum Masterstudium in Schlagzeug (Schwerpunkt Performance) am Royal Northern College of Music (RNCM) in Manchester zugelassen. Dort wurde er von einer internationalen Gruppe renommierter Professoren unterrichtet, darunter Kai Strobel, Le Yu, Simone Rebello, Eric Sammut, Ney Rosauro, Victor Mendoza, Ian Wright, Liz Gilliver und Paul Patrick. Diese Ausbildung bereicherte sein Spiel, das oft als kreativ und energiegeladen beschrieben wird, und nährte sein ausgeprägtes Interesse für das zeitgenössische Repertoire. Im Jahr seines Abschlusses gewann er die prestigeträchtige Goldmedaille des RNCM.
Stéphane war zwölf Jahre lang Mitglied des Ensemble de Cuivres Valaisan. Er tritt regelmässig mit zahlreichen professionellen Ensembles und Orchestern auf, darunter das City Light Symphony Orchestra, das Sinfonische Blasorchester Aulos, die Opéra du Rhône und die Sinfonia Valais-Wallis, und spielte auch beim Festival Crans-Montana Classics. Er arbeitete unter der Leitung internationaler Dirigenten wie Sir Mark Elder, Ivan Meylemans, José Rafael Pascual-Vilaplana, Philip Harper, Martin Winter und Allan Withington.
Parallel zu seiner Tätigkeit als Schlagzeuger absolvierte Stéphane eine Ausbildung zum Dirigenten bei Mark Heron, Clark Rundell, Bjorn Sagstad und Jean-François Bobillier. Im Jahr 2025 wurde er zum stellvertretenden Dirigenten des Nationalen
Jugendblasorchesters (NJBO) ernannt. Im selben Jahr wurde er Dirigent der Fanfare Municipale de Salvan (Wallis, Schweiz).
Gastsolist B-Band 2026
Simon Blatter (CH)

Simon Blatter (geb. 1995, Schweiz) erlernte das Trompetenspiel zunächst bei Amadé Schnyder und später bei Tobias Salzgeber an der Allgemeinen Musikschule Oberwallis. Nach dem Abschluss eines Gymnasiums trat er in das Pre-College-Programm der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ein, wo er bei Corrado Bossard studierte.
Im Jahr 2017 begann Simon das Studium an der Hochschule für Musik Basel, wo er in der Trompetenklasse von Prof. Klaus Schuhwerk studierte und von den Assistenten Guillaume Jehl, Stefan Ruf, Matthias Kowalczyk und Simon Bales unterstützt wurde. Seinen Bachelor-Abschluss schloss er im Juni 2020 mit höchster Auszeichnung ab, gefolgt von einem Master in Performance im Jahr 2022, den er ebenfalls mit Auszeichnung erwarb.
Er ist ein Alumnus des renommierten Aspen Music Festivals (2018), wo er bei Dozenten der Juilliard School New York – Raymond Mase, Kevin Cobb und Louis Hanzlik – sowie bei Tom Hooten, dem Solotrompeter des Los Angeles Philharmonic, studierte.
Seine Orchestererfahrung umfasst die Mitgliedschaft in der Orchesterakademie des Luzerner Sinfonieorchesters (2019–2021) und der Paul Hindemith Orchesterakademie an der Oper Frankfurt (2021–2022). Anschließend hatte er Solopositionen beim Sønderjyllands Symfoniorkester (Dänemark) und dem Turku Philharmonic Orchestra (Finnland) inne, gefolgt von einer Saison als Stv. Solo Tromepeter an der Oper Nürnberg (2023–2024). Für die Saison 2024/2025 kehrte er zum Luzerner Sinfonieorchester zurück.
Simon Blatter trat zudem mit herausragenden Ensembles auf; darunter die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken, dem Gstaad Festival Orchestra, der Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Aarhus Symphony Orchestra, dem Ulster Orchestra, dem National Symphony Orchestra of Ireland, dem Tonhalle-Orchester Zürich sowie der Oslo Philharmonic und dem hr-Sinfonieorchester.
In Anerkennung seiner Leistungen wurde Simon Blatter 2023 mit dem Kulturförderpreis seines Heimatkantons Wallis ausgezeichnet.